Man weiß nicht, ob etwas gut ist, bis man es bewiesen hat!
Drachen steigen lassen: Das Stromify Pilot-Projekt Silvretta-Speicher

Probieren geht über Studieren: Deshalb glauben wir, dass man Dinge möglichst schnell in der Praxis austesten muss, um zu sehen, ob etwas am Markt ankommt und ob es funktioniert!

So wie bei unserem Silvretta-Speicher: Den haben wir bei Stromify ins Leben gerufen, weil die Hardware zur Energieerzeugung und Speicherung noch immer teuer ist. Und da es unser Ziel ist, den Weg zur privaten Energieautonomie zu ebnen, dachten wir: Gute Idee – wir stellen die freien Speicherressourcen in den bestehenden Pumpspeicherkraftwerken der illwerke vkw unseren Kunden zur Verfügung! Ist effizient – und eine günstigere Methode, die hausgemachte Energie für später aufzusparen und bei Bedarf wieder zu beziehen. Eine outgesourcte Vorratskammer, quasi – ganz ohne eigene Batterie im Haus.

Die Vorratskammer in der Silvretta

Klar war bei diesem Projekt auch: Sinn macht das alles nur in Kombination mit einer Hardware, die den Eigenverbrauch optimiert. Die selbst erzeugte Energie sollte keine unnötigen Kilometer machen. Deshalb gab es den Silvretta-Speicher nur in Kombination mit unserem Energiemanager – damit für unsere Kunden unterm Strich auch wirklicher Mehrwert entsteht.

Nerv getroffen

Und offensichtlich haben wir damit einen Nerv getroffen: So viele Interessenten sind mit auf den Zug gesprungen, dass unser Kontingent am Silvretta-Speicher schließlich erschöpft war. Wir konnten gar nicht mehr alle Anfragen bedienen.

Aber bei aller Motivation muss man das Ziel im Auge behalten: An Netzgebühren und Abgaben führt im Stromnetz kein Weg vorbei. Auch nicht beim Silvretta-Speicher, denn diese Gebühren und Abgaben sind gesetzlich vorgegeben. Das macht es sehr schwierig, einen virtuellen Speicher anzubieten, der für den Kunden einen finanziellen Vorteil bringt. Dazu mussten wir feststellen, dass die Hardware-Hersteller der Energiemanager mehr versprochen hatten, als in der Praxis zu halten war. Viel blieb von den geplanten Vorteilen dann nicht mehr übrig. Wir haben uns also entschieden, den Silvretta-Speicher einzustellen. Denn was wir nicht wollen, ist, unseren Kunden einen virtuellen Speicher ohne finanziellen und energietechnischen Mehrwert zu bieten. Die bestehenden Verträge haben wir im Einvernehmen mit unseren Kunden bereits aufgelöst. Wichtig ist uns auch: Kein Pilotkunde wird aus der Auflösung einen finanziellen Nachteil haben – dafür ist gesorgt!

Köpfe nochmal rauchen lassen

Bei Stromify sind wir Forscher – wir probieren Dinge aus. Darum finden wir es auch keinen Beinbruch, dass die Silvretta-Speicher-Testfahrt nun vorbei ist: Wir wissen jetzt, dass die Nachfrage da ist, den Überschuss an selbstproduziertem Strom direkter zu verwerten. Also haben wir das Problem nochmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, unsere Köpfe rauchen lassen und etwas Neues in die Pipeline geschickt. Und wir sind schon ganz aufgeregt, in zwei Wochen mehr darüber zu erzählen 😊 Kleiner Tipp: Die Zukunft liegt im Teilen.