Der Hybridkollektor – Strom und Wärme aus einem System

Photothermie, Thermovoltaik, PVT? Ganz schön verwirrend! Tatsächlich beschreiben alle diese Namen ein identes System, welches ein Hybridkollektor umsetzt. Was denn nun eigentlich genau gemeint ist und wie das Ganze funktioniert, verraten wir Ihnen hier 😉

 

Was ist ein Hybridkollektor?

Ein sogenannter Hybridkollektor, auch PVT-Kollektor genannt, sorgt dafür, dass Strom- und Wärmeerzeugung gleichzeitig vonstattengehen. Er stellt somit eine Kombination aus Photovoltaik und Solarthermie dar, in dem er Solarstrom und Solarwärme mit nur einem Modul produziert.

 

Was kann ein Hybridkollektor?

Einer oder mehrere Kollektoren werden, wie bei einer herkömmlichen PV-Anlage, auf dem Dach installiert. Die einfallende Solarstrahlung wird dabei für die Stromerzeugung genutzt, die Infrarot-Strahlung hingegen für die Wärmeerzeugung. Somit vereinen Hybridkollektoren die solare Erzeugung von Strom und die Wärmegewinnung für Brauchwasser, inklusive Heizungsunterstützung, in einem einzigen System.

 

Wie funktioniert das?

Unterhalb einer Glasplatte befinden sich Solarzellen, welche zur Stromerzeugung genutzt werden – so wie bei einer herkömmlichen PV-Anlage. Allerdings gibt es bei Hybridkollektoren noch eine zusätzliche Schicht unterhalb der Solarzellen. In dieser ist ein sogenannter Solarabsorber (z.B. ein beschichtetes Kupferblech) eingebaut, welcher die Wärme der einfallenden Strahlung aufnimmt. Anschließend wird diese über ein Wärmeträgermedium (je nach Kollektor „Solarflüssigkeit“ oder Luft) zum Brauchwasser transportiert, um es zu erhitzen.

 

Welche Arten gibt es?

In erster Linie unterscheidet man zwischen abgedeckten und nicht abgedeckten Hybridkollektoren. Bei ersteren befindet sich zwischen der Glasplatte und den Solarzellen eine zusätzliche Luftschicht, welche Wärmeverluste minimiert. Daher wird diese Art vorrangig zur Wärmeerzeugung eingesetzt, während nicht abgedeckte Hybridkollektoren die Stromausbeute maximieren sollen.

 

Vor- und Nachteile

+ Strom, Warmwasser und Heizungsunterstützung in einem

+ Einsparung von Dachfläche im Vergleich zu 2 separaten Systemen

+ Hoher Wirkungsgrad

 

–  Wärmemenge bleibt im Privathaushalt oft ungenutzt

–  Hohe Investitionskosten

–  Aktuell für den Privatgebrauch eher unrentabel

 

Fazit

In erster Linie eignen sich solche Kollektoren hauptsächlich für Einrichtungen, welche ganzjährig viel Warmwasser verbrauchen, also beispielsweise Hotels oder Schwimmbäder. Private Haushalte werden die erzeugte Wärme, gerade im Sommer, kaum nutzen können. Allerdings wird bereits an Möglichkeiten gefeilt, die Nutzung künftig auch für Privathaushalte rentabler zu gestalten.

Wir von Stromify halten Sie natürlich wie immer auf dem Laufenden 😉