Was ist eigentlich ein Passivhaus?

In unserem heutigen Blog dreht sich alles um das Thema Passivhaus. Was das eigentlich genau ist und wann ein Haus als Passivhaus gilt, verraten wir Ihnen hier ūüėČ

 

Definition

Unter einem Passivhaus versteht man ein Geb√§ude, welches im Regelfall ohne aktive Heiz- und K√ľhlsysteme auskommt, um ein behagliches Innenklima zu erreichen. Es handelt sich dabei um einen Geb√§udestandard, der gleichzeitig energieeffizient, komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich ist. Trotz dieser Bedingungen gibt es Passivh√§user in den verschiedensten Ausf√ľhrungen. Gerade was Bauform, Materialien und Design angeht, wird einem bei der Planung viel Spielraum gelassen.

 

Facts zum Passivhaus

  • Viele Freiheiten bei der Planung
  • Durchschnittlich 90% weniger Heizw√§rmeverbrauch als ein herk√∂mmliches Geb√§ude
  • Geringe W√§rmeverluste durch effiziente D√§mmung, spezielle Fenster und eine kompakte Bauweise
  • Passive Warmhaltung des Geb√§udes durch die Abw√§rme der im Haus lebenden Personen, die einfallende Sonnenstrahlung und eine geringf√ľgige Frischlufterw√§rmung
  • Passivh√§user sind die konsequente Weiterentwicklung von Niedrigenergieh√§usern
  • Der Physiker Dr. Wolfgang Feist gilt als Pionier dieser Bauweise und errichtete 1991 in Darmstadt Kranichstein das erste Passivhaus

 

Anforderungen an das Passivhaus

Damit ein Passivhaus auch als Passivhaus gilt, m√ľssen bereits beim Bau bestimmte Grunds√§tze erf√ľllt werden:

  • W√§rmed√§mmung: Ein behagliches Innenklima muss ohne separate Heiz- oder Klimaanlage erreichbar sein. Der W√§rmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert genannt, muss dabei unter 0,15 kWh/(m¬≤K) liegen. Das bedeutet, dass pro Grad Temperaturunterschied und m¬≤ Au√üenfl√§che h√∂chstens 0,15 Watt verloren gehen d√ľrfen.
  • Fenster: Spezielle Fenster, in der Regel dreifach verglast, sorgen f√ľr geringe W√§rmeverluste und sollten einen U-Wert von 0,8 W/(m¬≤K) nicht √ľberschreiten.
  • L√ľftungsw√§rmer√ľckgewinnung: F√ľr gleichbleibend frische Luft sorgt eine L√ľftungsanlage mit integrierter W√§rmer√ľckgewinnung ‚Äď die W√§rme der Abluft findet so wieder zur√ľck ins Haus.
  • Luftdichtheit: Durch Geb√§udedrucktests werden unkontrollierte Leckagen vermieden.
  • W√§rmebr√ľckenfreiheit: Kanten, Ecken, Anschl√ľsse etc. m√ľssen besonders gut geplant werden, damit die W√§rme durch diese nur langsam aus dem Geb√§ude entweicht.

 

Fazit

Mit einem Passivhaus k√∂nnen aufgrund der innovativen Bauweise gro√üe Mengen Energie und somit Kosten eingespart werden. Wir sind jedenfalls gespannt, ob es dabei noch Potential nach oben gibt und was sich diesbez√ľglich in Zukunft noch tun wird. Wie immer halten wir Sie dazu auf dem Laufenden ūüėČ